Wir

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Studenten haben sich schon immer zusammengeschlossen – sei es früher in den Bursen, heute in Verbindungen oder der Universität nahe stehenden Vereinen, stets pflegte und pflegt man den Kontakt zu anderen Studierenden um zu lernen, oder einfach nur das Studentenleben zu geniessen. Wir sind eine Gemeinschaft von Studenten, die zusammen lebt, studiert und nicht zuletzt auch feiert. Für viele stellt das Haus, der zentrale Punkt im Verbindungsleben, eine Art verlängertes Wohnzimmer dar.

Ein Verbindungssemester muss organisiert werden – von traditionellen Veranstaltungen wie Kneipen über Bildungsveranstaltungen bis hin zu Sponsionsfeiern oder Parties ist immer reger Betrieb in der Josef-Hirn-Strasse 3. Da wird natürlich jede Hand gebraucht und mit jedem neuen Mitglied verändert sich das Portfolio an Talenten und Möglichkeiten, mit denen das Ziel eines gelungenen Semesters erreicht werden kann. “Soft-Skills” sind bei uns also nicht nur eine inhaltsleere Floskel, sondern müssen wirklich erlernt und angewandt werden, um die organisatorischen Herausforderungen in einem Potpourri der Persönlichkeiten zu meistern.

Gemeinschaft im Sinne von Studentenverbindung heißt aber natürlich auch, gemeinsam zu lernen und den universitären Alltag zu meistern. Dass dies nicht immer nur Vergnügen bedeutet, steht außer Frage – aber gemeinsam lässt sich vieles doch einfacher meistern, sei es fachlich, sei es moralisch. Und ist die Prüfungshürde erst einmal genommen, lässt es sich umso ausgelassener feiern. Besonderes Augenmerk legen wir auch auf die Gestaltung eines ausgewogenen Bildungsprogramms, welches das Semester mit Vorträgen und Exkursionen begleitet. So konnten wir in den vergangenen Semestern Persönlichkeiten wie Klaus Hipp, Otto von Habsburg, Reinhard Haller oder Karl-Heinz Böhm für Vorträge am Haus gewinnen, um nur einige zu nennen.

Durch das ungezwungene Zusammensein am Haus erhält man ganz wie von selbst Einblick in die akademische Arbeit anderer und erweitert so, ohne es bewusst zu fördern, seinen persönlichen Horizont. Durch die verschiedensten Arbeiten jedes Einzelnen, sei es das Organisieren des Mittagessens, das Schreiben eines Kneipablaufs oder das Reparieren einer Soundanlage, funktioniert die Gemeinschaft und lernt das Individuum – es kommt auf jeden an. Es braucht auch einiges an Arbeitskraft, um den Betrieb zu gewährleisten: Täglich gibt es während des Semesters für Mitglieder ein günstiges Mittagessen sowie zweimal täglich Bardienst (mittags/abends) zu moderaten Preisen, zu dem auch Gäste gern gesehen sind, sei es für einen Kaffee zu Mittag oder für ein Bier nach einem langen Tag.

Bei all diesen Aktivitäten vergessen wir aber nie, was unsere Gründerväter und Vorgänger in der Austria seit 1864 geleistet haben. Wir verstehen uns als eine  katholische Verbindung, die das Erbe des Couleurstudententums noch kennt und legen viel Wert auf die katholisch-studentischen Traditionen – dabei versuchen wir, dieses Erbe nicht nur zu konservieren, sondern auch aktiv zu leben, denn wie Thomas Morus es schon beschrieben hat:

„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“

 

Die Geschichte der AV Austria Innsbruck

Folgend geben wir lediglich einen kurzen Überblick und Auszüge von unserer Verbindungsgeschichte:

Die ersten Jahre

Unsere Verbindung wurde am 9. Juni 1864 von zwei Philosophiestudenten, Franz Schedle und Johann Wolf, gegründet. Sie ist damit die älteste katholische Verbindung Österreichs und die “vierte” Verbindung, die dem damals noch Deutschland, Österreich und Tschechien umfassenden Cartellverband (CV) beitrat. Die Anfangsjahre waren von der liberalen und kirchenfeindlichen Denkweise vieler Professoren und Studenten an der Universität, speziell der schlagenden Corps, und daraus resultierenden Anfeindungen bis hin zu tätlichen Übergriffen geprägt. Ein gewaltiger Dorn im Auge war den bestehenden Corps vor allem die Ablehnung der Mensur, was zu vielen Provokationen und Ehrbeleidigungen führte. Ein in Couleurkreisen relativ bekannter Austrier beispielsweise, Josef Hinter, späterer Gründer der Carolina Graz, wurde wegen der Ablehnung eines Duells mit einem Schlagenden unehrenhaft aus der kaiserlichen Armee entlassen, und dies war kein Einzelfall. Dennoch gelang es der Austria, binnen sechs Jahren zur größten Verbindung Innsbrucks zu werden.

Die Austria bildete 1866 etwa den dritten Zug der Akademischen Legion (Studentenkompanie) im Krieg gegen Italien. Zugsführer war der Gründer der Austria, Franz Xaver Schedle! Die Fahne der Studentenkompanie hängt heute in einem Schaukasten bei der Aula der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. In dieser Aula prangert übrigens auch an der Strinseite des Saales unser Wahlspruch!

Damals wie heute lauteten die Prinzipien:

RELIGIO, das Bekenntnis zur Römisch-Katholischen Kirche
PATRIA, Heimatliebe und Bekenntnis zum Vaterland Österreich
SCIENTIA, akademische und persönliche Weiterbildung
AMICITIA, Brüderlichkeit und Freundschaft

Mehr über unsere 4 Prinzipien erfährst Du unter “Prinzipien”.

Die Farben, der Wahlspruch – aktuell einst wie jetzt

Von den ersten Tagen an trugen die Mitglieder stolz die Farben weiß-rot-gold, die Symbolik dieser Farben ist jedoch nach wie vor umstritten. Eine Interpretationsmöglichkeit möchten wir Dir aber hier anbieten: weiß-rot stellen die Landesfarben von Tirol dar während weiß-gold die Farben der katholischen Kirche sind.

Als Wahlspruch wählte man im Jahre 1864 “IN VERITATE LIBERTAS”.

Gute und weniger gute Zeiten für die Austria

1903/1904 wurde in der Nähe der Universität das Austriahaus erbaut, welches seit damals den zentralen Mittelunkt eines jeden Austriers während seiner Studentenzeit darstellt und bei dem während der Geschichte schon dutzende bedeutende Persönlichkeiten ein- und ausgingen.

Der Erste Weltkrieg kostete rund 40 Austriern das Leben und machte eine Neudefinition des Begriffes Patria (als Republik) notwendig. Während des Krieges diente das Austriahaus, welches neben der K.u.K. Kadettenschule bestens gelegen war, als Lazarett. Mehr Informationen zu unserem Haus findest Du unter der Ruprik “Haus”.

Die Zwischenkriegszeit war für die Austria anfangs eine harte Bewährungsprobe, allein schon, was die Erhaltung des Hauses anbelangte. Aber bereits 1927 hatten die Aufnahmegesuche, auch vieler deutscher Studenten, solche Ausmaße erreicht, daß eine Tochterverbindung (die K.A.V. Rheno-Danubia) gegründet werden konnte. Austrier bestimmten maßgeblich die Politik dieser Zeit mit (z.B. die Bundeskanzler Ender und Schuschnigg).

Die Machtergreifung der NSDAP im Jahre 1933 und die baldige “Gleichschaltung” auch des CV führte zur Abspaltung des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV). Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen 1938 wurde die Austria verboten. Sieben Austrier wurden in KZ’s eingesperrt, 20% mehr oder weniger lange inhaftiert und fünf Austrier fanden ihren Tod im KZ. Nach der Befreiung konnte das Verbindungsleben wieder aufgenommen werden. 1946 konnte das erste offizielle Stiftungsfest nach sieben Jahren Unterdrückung gefeiert werden und man zählt bereits wieder 80 Füchse!

Die Austria und der Verband

Die Austria wurde nach Ihrer Gründung 1864 sofort Mitglied im Cartellverband (CV) und war somit nach Aenania München, Winfridia Breslau und Guestfalia Tübingen die vierte CV-Verbindung. Während des zweiten Weltkrieges kam es zur Abspaltung der Österreichischen Verbindungen vom Cartellverband; in der Folge wurde Austria Mitglied im Österreichischen Cartellverband (ÖCV), als dessen älteste Mitgliedsverbindung sie heute noch gilt.

Austria hat nicht nur in den vergangenen Jahrzehnten die Geschichte und Entwicklung des ÖCV maßgeblich mitgeprägt (sei es zB in Form der beiden Rechtspfleger Dr. Grossmann und Dr. Kohlegger oder als zwölfmaliger Vorort), sondern war natürlich als erste österreichische katholische Verbindung sicherlich entscheidend an der Entwicklung des katholischen Couleurstudententums in Österreich beteiligt.

Unsere Bestände im Archiv, welches materiell wie ideel eines der bedeutensten Verbindungsarchive ist, beweisen, dass Austria neben den offiziellen Verbindungsgründungen (Rheno-Danubia Innsbruck und Meinhardia Bozen) zumeist inoffiziell durch einzelne Mitglieder zahlreiche Verbindungsgründungen übernommen hat oder maßgeblich daran beteiligt war.  Die treibende Kraft und der Initiator vieler Verbindungsgründungen des ÖCV war zB. auch unser Bundesbruder Richard Wollek, nach dem das Ehrenband des ÖCV benannt wurde. Unter seinem Vorsitz wurden in dieser Sturmzeit gegründet: in Innsbruck: Raeto-Bavaria, in Prag: Saxobavaria (1907), in Graz: Traungau (1908), in Wien : Nibelungia, Rugia, Marco-Danubia, Franco-Bavaria und 1909 Aargau und einige weitere.

Auch bei der Gründung der zweitältesten Verbindung des ÖCV, der Norica Wien, die nach dem Vorbild der Austria Innsbruck gegründet werden sollte, war die Austria beteiligt. Ebenfalls war der Gründer der drittältesten ÖCV-Verbindung Carolina Graz, Josef Hintner, ein Austrier. Nicht erwähnt werden an dieser Stelle auch die Verbindungsgründungen im MKV, bei denen Austria dutzende Male eine wichtige Rolle gespielt hat. Oftmals erkennt man diese – neben offiziellen Erwähnungen auf deren Internetseiten – häufig an Details wie demselben Wahlspruch, denselben Farben etc. und natürlich unseren Archivbeständen.

Die Verbindung Laurinia zu Padua fusionierte nach deren Verbot in Italien mit der AV Austria und nachweislich gab es während der Geschichte des Verbandes mehrere Fälle, wo Austria Stützburschen entsandte, um Verbindungen vor der Sistierung zu Retten (vor allem in Graz, Prag und Innsbruck). Freundschaftsverbindungen der Austria sind die Helvetia Oenipontana Innsbruck im SchwStV, welcher während ihrer Geschichte oftmals Austrier angehörten (und umgekehrt), sowie Rheno-Juvavia Salzburg und Burgundia Bern.

Austria pflegt – trotz inzwischen 70-jähriger Mitgliedschaft im ÖCV – heute noch gedeihliche Kontakte zum Hochcartell (die 10 ältesten CV-Verbindungen) und verkehrt in dessen Kreisen.

Bekannte Mitglieder unserer Austria

Damals und heute gehörten zu unseren Mitgliedern (laut unserem vollständigen Mitgliederverzeichnis seit 1864 bis heute weit über 3000) auch zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Wissenschaft, wobei wir einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Landeshauptmännern von Tirol und Rektoren der Universität Innsbruck stellten.

Folgend bieten wir auszugsweise ein paar Beispiele:

Univ. Prof. Dr. Clemens August Andreae
Nationalökonom,Rektor der Universität, Ehrenmitglied

Präs. Univ.-Prof. i.R. Dr. Dr. mult.h.c. Ludwig Adamovich,
Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofes i.R., Ehrenmitglied

DDr. Herbert Batliner
Liechtensteinischer Rechtsanwalt, Bedeutender Kunstsammler, Honorarkonsul

Kardinal Dr. Franz Karl von Bettinger,
Erzbischof von München und Freising

Dr. Karl Bohle,
Bürgermeister der Stadt Dornbirn

Dr. Engelbert Dollfuß,
Bundeskanzler, am 25.7.1934 durch Nationalsozialisten ermordet

Dr. Karl Domanig,
Schriftsteller und Tiroler Heimatdichter

Dr. Heinrich Drimmel,
Unterrichtsminister, Vizebürgermeister in Wien

RA Dr. Karl Erckert,
Landeshauptmann von Südtirol

Mag. theol. P. German Erd O.Cist,
Abt des Zisterzienserstiftes Stams, Direktor des Gymnasiums, Ehrenmitglied

Dr. Otto Ender,
Bundeskanzler, Landeshauptmann von Vorarlberg

Dipl. Ing. Leopold Figl,
Bundeskanzler. Aussenminister, Präsident des Nationalrates,
Landeshauptmann von Niederösterreich

Dipl.Vw. Siegfried Gasser,
Bürgermeister von Bregenz, Landesstatthalter von Vorarlberg, Landtagspräsident

Dr. Heinrich Gleißner,
Landeshauptmann von Oberösterreich

RA Dr. Franz Greiter,
Bürgermeister der Stadt Innsbruck

RA Dr. Ivo Greiter,
Französicher Honorarkonsul in Tirol

Wolfgang Großruck,
Abgeordneter zum Nationalrat, Bürgermeister der Stadt Grieskirchen

Univ.Prof. Dr. August Haffner,
Rektor der Universität

Dr. Wilfried Haslauer,
Landeshauptmann von Salzburg, Landtagsabgeordneter,
Vizebürgermeister der Stadt Salzburg

Dr. phil. Reinhard Hohlbrugger,
1975 Promotion „Sub auspiciis praesidentis rei publicae“ – Chemie

Dr. Adolf Hörhager,
im KZ Mauthausen umgebracht am 1.2.1940

Dr. Theodor Freiherr von Kathrein,
Landeshauptmann von Tirol

Eminenz Dr. Johannes Katschthaler,
Fürsterzbischof von Salzburg, Kardinal, Primas Germaniae, Ehrenmitglied

Dr. Herbert Kessler,
Landtagsabgeordneter, Landeshauptmann von Vorarlberg,
Bürgermeister von Rankweil, Ehrenmitglied

Dr. Josef Klaus,
Bundeskanzler, Finanzminister, Landeshauptmann von Salzburg

Univ. Prof. Dr. Ernst Kolb,
Nationalrat, Landesstatthalter von Vorarlberg,
Bundesminister für Handel und Wiederaufbau, Rektor der Universität

Dr. Josef Krainer,
Landeshauptmann der Steiermark, Abgeordneter zum Nationalrat, Ehrenmitglied

Dipl.Ing. Franz Josef II von und zu Liechtenstein,
Regierender Fürst in Liechtenstein

DDr. Alois Lugger,
Bürgermeister der Stadt Innsbruck, Landtagspräsident, Landesrat

Prof. Ing. Helmut Mader,
Präsident des Tiroler Landtages, Landeshauptmannstellvertreter, Ehrenmitglied

Univ. Prof. P. Dr. Hans Bernhard Meyer,
SJ, Liturgiewisschenschafter

Univ. Prof. Dr. Michael Mayr,
Bundeskanzler, Nationalratsabgeordneter (Ehrenmitglied)

Mag. Dr. Alois Mock,
Bundesminister für Unterricht, Bundesminister für Äußeres
Vizekanzler, Bürgermeister der Gemeinde Euratsfeld (NÖ)

Dr. Ludwig Mooslechner, 
Widerstandskämpfer, erschossen am 10.4.1945 auf der Hebalm (Stmk.)

Univ. Prof. Dr. Johann Moser, 
Germanist, Rektor der Universität

Romuald Niescher, 
Bürgermeister der Stadt Innsbruck

Dipl. Ing. Dr. Alois Partl,
Landeshauptmann von Tirol, Landesrat für Gemeinden und Feuerwehren

Dr. med. Wolfgang Patsch, 
1971 Promotion „Sub auspiciis praesidentis rei publicae“ – Medizin

Anton v. Petzer, Ritter zu Rasenheimm, 
führte als 15 jähriger 1809 die Brunecker Standschützen in die Tiroler Freiheitskämpfe, Abgeordneter Südtirols im Frankfurter Parlament Landtagsabgeordneter, erster Staatsanwalt, Ehrenmitglied

Heinrich Pühringer, 
nach kriegsgerichtlichem Verfahren am 18.12.1944 bei Movyen (Norwegen) durch Erschießen hingerichtet

Dipl. Ing. Julius Raab, 
Bundeskanzler

Univ. Prof. Dr. Hugo Rahner, 
SJ, Rektor der Universität, Dekan , Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte, Ehrenmitglied

Dr. Franz Ritter von Rapp-Haidenburg, 
Landeshauptmann von Tirol, Ehrenmitglied

Mag. Johannes Rauch, 
Abgeordneter zum Tiroler Landtag

Dr. Franz Rehrl, 
Landeshauptmann von Salzburg

Josef Rehrl, 
Landeshauptmann von Salzburg, Ehrenmitglied

Univ. Prof. Dr. Eduard Reut – Nikolussi, 
Rektor der Universität, Mitglied der Konstituierenden Nationalversamlung

Adolf Rhomberg, 
Landeshauptmann von Vorarlberg, Ehrenmitglied

RA Dr. Peter Riedmann, 
Bürgermeister der Gemeinde Lans

DDr. Andreas Rohracher, 
Fürsterzbischof von Salzburg, Primas Germaniae, Ehrenmitglied

Univ. Prof. Mag. Dr.Dr. Gustav Sauser, 
Professor für Anatomie, Rektor der Universität

Univ. Prof. DDr. Ekkart Sauser, 
Kirchenhistoriker

Dr. phil. Florian Schaffenrath, 
2005 Promotion „Sub auspiciis praesidentis rei publicae“ – Alte Sprachen

Univ. Prof. Dr. Manfred Scheuer, 
Bischof von Innsbruck, Ehrenmitglied

Mag. theol. Raimund Schreier O.Praem., 
Abt des Chorherrenstiftes Wilten, Prälat, Ehrenmitglied

Dr. Josef Schumacher, 
Landeshauptmann von Tirol

Stadtarzt Dr. med. Viktor Schumacher, 
Bürgermeister der Stadt Hall in Tirol

Professor Philipp Schumacher, 
Bedeutender akademischer Maler in München

Dr. Kurt v. Schuschnigg, 
Bundeskanzler, Justizminister, Nationalrat

Dr. Heinrich Prinz Schwarzenberg, 
Großgrundbesitzer in der Steiermark

Dr. Hermann Sinz, 
Standrechtlich erschossen am 15.3.1944 in Borissow

Dr. Reinhold Stecher, 
Bischof von Innsbruck, Maler und Schriftsteller

RA Dr. Richard Steidle, 
Gründer der Tiroler Heimatwehr,
Landtagsabgeordneter, im KZ Buchenwald 1940 umgebracht

Dr. Ludwig Steiner, 
Widerstandskämpfer, Diplomat, Staatssekretär

Univ. Prof. Dr. phil. Herbert Störi, 
1977 Promotion „Sub auspiciis praesidentis rei publicae“ – Physik

Dr. Franz Stumpf, 
Landeshauptmann von Tirol

RA DDr. Georg Graf von Thun-Hohenstein, 
vermisst seit Kriegsende Mai 1945

Dr. Karl Tizian, 
Bürgermeister der Stadt Bregenz, Präsident des Vorarlberger Landtages

Dr. Hans Tschiggfrey, 
Landeshauptmann von Tirol

Mag. DDr. Herwig Van Staa, 
Bürgermeister von Innsbruck, Landeshauptmann von Tirol,
Präsident des Tiroler Landtages

Franz Virnich, 
Wegen „Volksverleumdung“ verurteilt, an den Folgen der Haft am 5.4.1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden gestorben

DI Dr. Alfons Weißgatterer, 
Landeshauptmann von Tirol

Dr. Erwin Wenzl, 
Landeshauptmann von Oberösterreich

Mag. Jakob Wolf,
Bürgermeister der Gemeinde Umhausen, Abgeordneter zum Tiroler Landtag

Richard Wollek, 
Reichsratsabgeordneter, Landtagsabgeordneter in Niederösterreich

Univ. Prof. Dr. Anton Zeilinger, 
Mitglied der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften, Experimentalphysiker

Dr. med.Thomas Zimmermann, 
Mitglied des Bayerischen Landtages, Münchener Stadtrat
Der Erfolg und die nunmehr fast 150 Jahre währende Konstanz der 4 Prinzipien sollte uns eine Mahnung sein, diese nicht leichtfertig abzuändern oder zu verwerfen. In diesem Sinne:

Vivat, crescat, floreat Austria nostra ad multos annos!